Aminosäuren und ihre Bedeutung für Diabetes

Arginin reduziert die Insulinresistenz

Diabetiker können Kohlenhydrate, wie Zucker, der eine wichtige Energiequelle darstellt, nicht ausreichend nutzen. Insulin spielt hier eine bedeutende Rolle, da es ein blutzuckersenkendes endogenes Hormon ist und die Insulinproduktion bei den Betroffenen geringer ist. Außerdem sind die Zellen in ihrem Körper nicht in der Lage, das verfügbare Insulin richtig aufzunehmen. Der Grund dafür ist die stark verminderte Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin.

Die Zellmembranen sind nicht in der Lage, das Hormon zu erkennen und absorbieren daher nicht genug davon. Die Folge dieser sogenannten Insulinresistenz ist, dass in den Zellen nicht genügend Energie produziert wird. Außerdem kann Zucker nicht richtig im Blut abgebaut werden und sammelt sich daher an, so, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt.

Arginin - eine wichtige Aminosäure für die Insulinabsorption

Eine andere Studie von europäischen Forschern zeigte, dass die Aminosäure Arginin von großer Bedeutung für die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin ist. Arginin ist ein Vorläufer von Stickoxid, einer transmittierenden Substanz, die einen direkten Einfluss auf die Insulinsensitivität hat. Für die Studie wurden sechs Patienten mit Typ-2-Diabetes in zwei Gruppen eingeteilt. Beide Gruppen konsumierten eine normale diabetische Diät. Einer der Gruppen wurde ein Placebo verabreicht, das dreimal täglich für einen Monat eingenommen wurde. Der anderen Gruppe wurde Arginin über den gleichen Zeitraum verabreicht. Die Insulinsensitivität der Patienten wurde während des Studiums regelmäßig von Wissenschaftlern getestet. Die Ergebnisse waren schlüssig und zeigten, dass Arginin die Insulinsensitivität im Vergleich zur Placebo-Gruppe um mehr als 30 Prozent verbesserte. Arginin führte darüber hinaus zu einer beträchtlichen Erweiterung der Blutgefäße, wodurch der Blutdruck in den Patienten signifikant gesenkt werden konnte. Zwei Studien aus dem Jahr 2013 haben eine ähnliche Schlussfolgerung gezogen. Eine andere Studie hat gezeigt, dass Arginin auch bei der Behandlung von diabetesbedingten Fußkrankheiten, wichtig ist.

Langfristig kann ein ständig erhöhter Blutzuckerspiegel die Gefäße schädigen und zu Verkalkungen und typischen Folgeerkrankungen, wie Schlaganfall oder Herzinfarkt, führen. Diabetes mellitus Typ 2 ist meist mit älteren Menschen assoziiert, da die Insulinsensitivität in den Zellen mit dem Alter abnimmt. Eine gut erhaltene Studie von 1998 zeigte, dass Arginin die Insulinresistenz reduzieren kann, was wiederum bedeutet, dass die Insulinsensitivität erhöht werden kann.
Quelle:

Hoang, H. H., Padgham, S. V., & Meininger, C. J. (2013) L-arginine, tetrahydrobiopterin, nitric oxide and diabetes, Current Opinion in Clinical Nutrition & Metabolic Care, Volume 16, issue 1, (pp. 76-82)

Rajapakse, N. W., Chong, A. L., Zhang, W. Z., & Kaye, D. M. (2013) Insulin-Mediated Activation of the L-Arginine Nitric Oxide Pathway in Man, and Its Impairment in Diabetes, PloS one, Volume 8, issue 5

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